«Die Rezipientinnen und Rezipienten» reagieren im Rahmen der Masterabschlussausstellung des Master of Arts in Fine Arts der HSLU zwischen dem 9.-30. Juni 2012 auf Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zug. 

Sie haben Handlungsweisen generiert, die angesichts von Kunst zur Anwendung kommen können. Sie fordern zum Behandeln und Benutzen der Werke und zum Hinterfragen von Wahrnehmungsmustern und Rezeptionsgewohnheiten auf. 

Die Interventionen der «Rezipientinnen und Rezipienten» werden 
hier unter Durchgeführte Aktionen fortlaufend dokumentiert. 

Werden Sie Teil der kollektiven Autorschaft «Die Rezipientinnen und Rezipienten», indem Sie eigene Ideen des Umgangs mit Kunst formulieren und an dierezipientInnen@gmx.ch schicken oder vor Ort folgende Handlungsanweisungen erproben:


Reagieren Sie auf Kunst, die Ihnen zusagt, mit Applaus.

Formen Sie ihre Hände vor dem Mund zu einem Trichter. Unterhalten Sie sich auf diese Weise 
laut mit jemandem über ein Kunstwerk, das Ihnen Rätsel aufgibt.

Entlocken Sie einem Kunstwerk Töne.

Reagieren Sie auf ein Werk, wie die Affen im Film «2001: A Space Odyssey» 
(Stanley Kubrick, 1968) auf den Monolithen.

Brechen Sie angesichts eines Kunstwerkes in Tränen aus.

Knien Sie sich mit zur Kunst erhobenem Blick hin. Legen Sie sich auf den Bauch. 
Knien Sie sich erneut hin und erheben Sie Ihren Blick. Stehen Sie auf. 
Wiederholen Sie den Bewegungsablauf einige Male.

Betrachten Sie ein Werk, das Ihrem Kunstverständnis widerspricht, so lange, bis Ihnen übel wird. 
Übergeben Sie sich vor dem Werk.

Reagieren Sie auf die Kunst wie Fans auf ihre Fussballmannschaft.

Versuchen Sie, ein Werk, das Ihr ästhetisches Empfinden stört, auf einer Fotografie 
schön aussehen zu lassen. Schicken Sie die Fotografie an dierezipientinnen@gmx.ch. 
Sie wird auf www.rezipientenproduktion.ch veröffentlicht.

Spucken Sie eine Plastik an. Polieren Sie sie danach mit einem Taschentuch.

Umkreisen Sie ein Artefakt im Stechschritt und mit auf dem Rücken gekreuzten Armen. 
Wenn Sie wieder an Ihrem Ausgangspunkt angekommen sind, stehen Sie gerade und salutieren.

Lachen und buhen Sie die Kunst aus.

Leben Sie aus, was Ihnen im Museum verwehrt bleibt. Streicheln Sie ausgiebig eine Skulptur oder Plastik.

Umtanzen Sie ein Werk,  als wäre es ein Marterpfahl.

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«Die Rezipientinnen und Rezipienten»
brauchen, was rumsteht
Reaktionen auf Kunst im öffentlichen Raum 
der Stadt Zug