360° Aufsicht (Prototyp)
 

Kunstmuseum Basel. Neben dem üblichen Aufsichtspersonal gab es zwei RezipientInnen, welche eine Gruppe Studierender begleitete und überwachte. Sie konnten auch hinten sehen und bewegten sich rückwärts vorwärts. Ihr Blickwinkel war so auf 360° erweitert. 
Die Gruppe Studierender wurde von einer Person vor ein Bild mit einer Innerschweizer Landschaft von Robert Zünd geführt. Hinter einer Wand verborgen standen die Sonder-Aufsichten und begannen „Oh Täler weit Oh Höhen“ (Mendelsohn/Eichendorf) zu singen. Danach stellten sie sich als Prototypen einer Aufsicht mit erweiterten Kompetenzen vor. Das Projekt sei noch in der Testphase. Es folge einem pyramidalen Modell, das fortlaufend den Aufgabenbereich des Aufsichtspersonals von effizienter Überwachung über Unterhaltung (unter anderem durch Gesangseinlagen), Kunst-Vermittlung, kuratorischer Arbeit bis hin zu künstlerischer Produktion erweitere. Im Zuge der Sparmassnahmen im Bereich Vermittlung (Kurz vor dem Zeitpunkt der Aktion wurden im Kunstmuseum Basel drei Vermittlungsstellen gestrichen) sei dieses Modell zukunftsweisend. Freitag, 10. Juni 2011